>>> 8.-14. April 2060 - Daheim bei Bundeskanzlerns <<<
SL: Thorben Wöhler (geschrieben von Jens Eggert / Luzifer)
Team: AXS (Norm, Decker), Carmen (Norm, Hexe Drachentöter), Leona (Norm, Rigger), Luzifer (Norm, hermetischer Magier), Röhre (Zwerg, Techie)
Geld: 70.000 Ecu + 8.000 aus Beute
Karma: 6

Ich bekomme den Tipp, dass jemand Leute für einen Run sucht, Leute, die Ahnung von Ermittlungen und dergleichen haben. Das ist doch wie gemacht für mich. Darum finde ich mich am 8.4. um 1900 im „Seven Hours“ in der düsseldorfer Altstadt ein. Dort treffe ich neben alten Bekannten - AXS und Carmen sind da - auch zwei mir bisher unbekannte; eine Riggerin namens Leona und einen Zwergentechniker, der sich Röhre nennt. Unser Auftraggeber - ein gewisser Frank Farmer, seines Zeichens Sicherheitschef der CVP - scheint meinen Partnern nicht unbekannt zu sein. Um so besser - da ist das Risiko geringer, dass er uns hintergehen will.

Der Auftrag ist simpel, wir sollen feststellen, ob jemand irgendwo schmutzige Wäsche hat, nach belastenden Informationen suchen. Das Problem ist nur die Zielperson - denn die Frage ist, welche Leichen hat der neue Bundeskanzler Michael Karaoglu im Schrank? Aufgrund des gesteigerten Risikos gelingt es uns, eine kleine Erhöhung unserer Aufwandsentschädigung heraus zu handeln.

Farmer kann uns noch einige Anhaltspunkte geben. So weiß er von geheimen Treffen des damaligen Bundeswehrgenerals Karaoglu und den damaligen Spitzenpolitikern der CVP Andreas Winterberg und Tobias Albrecht. Ersterer ist bei einem Attentat ums Leben gekommen, letzterer wurde aufgrund belastender Informationen geschasst und ist inzwischen im Vorstand der Antrazol AG in Hamburg - wie klein die Welt doch ist, immerhin habe ich für die letztens noch einen Job gemacht. Farmer erzählt auch, dass der Kanzler am Montag eine Tour durch Deutschland beginnt und sein frisch bezogenes Wohnhaus in Hannover deshalb leer steht.

Hier bieten sich zwei Ansatzpunkte - zum einen kann man während der Tour mal ein Auge auf ihn werfen, zum anderen aber sich um das momentan wohl nicht so stark gesicherte Haus kümmern. Darum fahren Leona und ich nach Hamburg, dem ersten Stopp des Kanzlers. Hier kann ich das angenehme mit dem nützlichen verbinden und besuche mein Anne, ein Bekannte vom letzten Hamburgaufenthalt (schlafen kann ich, wenn ich tot bin...). Da sie Sekretärin bei einem anderen Vorstand der Antrazol ist, versuche ich, sie zu überreden, Albrecht Montag morgen eine Wanze unterzuschmuggeln - vielleicht trifft er sich ja mit Karaoglu. Bei einem Anruf hat er eine solche Begegnung zwar verneint, aber man kann ja nie wissen.

Derweil erfahren wir, dass eine Gruppe anderer, uns bekannter Runner den Kontrakt gelandet hat, bei der Sicherheit der Kanzlertour auszuhelfen! Durch sie bekommen wir auch den Hinweis, dass der Kanzler durchaus ein Treffen mit Albrecht auf dem Plan hat - dieses dummerweise aber schon am Sonntag gelaufen war. Was solls... war die Wanze umsonst.

Am Montag morgen finden wir uns - mit gefälschten Presseausweisen der Rheinischen Post - bei der Kundgebung des Kanzlers auf dem Fischmarkt ein. Im Verlaufe der Rede passiert etwas - was genau, konnte ich nicht feststellen - aber jedenfalls geht plötzlich mitten in der Menge eine Rauchgranate hoch. Die Sicherheitsleute schaffen den Kanzler von der Bühne, als im Saal Panik ausbricht. Die Menge versucht, genau so wie wir, den Saal zu verlassen, als sich draußen plötzlich Schüsse lösen. Was genau von ablief, können wir nicht erkennen, erfahren es jedoch schon bald aus den Nachrichten. Offensichtlich hat sich der Attentäter selber umgebracht. Beeindruckend ist jedoch, dass Karaoglu seine Rede fortsetzt, als die Panik abebbt.

Allem Anschein nach ist die Beschattung des Kanzlers aber wohl sinnlos - er ist zu gut geschützt, zudem sind wir mit einem Teil der Sicherheit zu gut bekannt. Wir beschließen darum, uns auf den Wohnsitz in Hannover zu konzentrieren. Dort hat sich der Rest des Teams am Montag bereits umgetan. Dabei ist ihnen ein Auto mit zwei Verdächtigen Personen aufgefallen. Carmen untersucht sie astral und stellt fest, dass einer von beiden wohl ein Magier ist - ein Initiat zweiten Grades - der andere ziemlich vercybert. Sie telefonieren, Carmen schnappt ein: „Gerade nichts los, wir kommen später wieder“ auf, als sie sich auf den Weg zu einem Cafe machen. Dort knackt AXS den Wagen und bestückt ihn mit einem Peilsender und einer Wanze. Prompt taucht er einige Stunden später wieder auf. Dem Kennzeichen zufolge gehört er einer Firma „Immobilien Schubert“.

Inzwischen hackt sich AXS in den Polizeicomputer. Dem zu Folge sind 20 Cops in drei Schichten für die Bewachung des Hauses eingeteilt, wobei die Tagschicht etwas kleiner ist. Die magische Sicherheit wird wohl durch das Kanzleramt selber gestellt; Carmen entdeckt ein Elementar, das um das Haus patrouilliert sowie eine Ward, die das Gebäude sichert.

Man fasst den Plan, einen der Polizisten abzufangen und mittels Magie alle Informationen über die Sicherheit aus ihm zu holen. Danach will AXS ihm mittels einer Droge die Erinnerung an die letzten Stunden nehmen.

Derweil beschattet Carmen die beiden Verdächtigen weiter. Sie entpuppen sich allem Anschein nach als Polizisten oder ähnliches. Am nächsten Tag bekommt AXS seine Wanze zurück. Sie konnte sogar einige Gespräche aufzeichnen, unter anderem über den Attentatsversuch in Hamburg. Wir vermuten in den beiden Männern Agenten irgend einer Behörde.

Dienstag nacht nehmen wir uns dann einen der Wächter vor und können alle nötigen Infos aus ihm herausholen. Unter anderem, dass für die magische Sicherheit ein Magier verantwortlich ist, der im Obergeschoss des Hauses wohnt.

Wir schmieden also unseren Plan, in das Haus zu kommen. Einzig und allein der Magier ist im Weg. Donnerstag Mittag verlässt er dann endlich das Haus, geht in ein Lokal. Auf der Toilette gelingt es uns, ihn zu betäuben - als er das Klo verlässt, bekommt er eine Ladung Betäubungsmittel ab. Wir sperren ihn auf dem Klo ein und machen uns daran, den Rest der magischen Sicherheit zu beseitigen. Carmen und ich entledigen uns des Elementares, der Rest liegt in den Händen unserer Technofreaks.

AXS kann sich von außen in die Kameras einklinken und den Sicherheitsleuten falsche Bilder vorgaukeln. Durch einen von Carmen beschworenen Geist kommen Carmen, Leona und Röhre in das Haus. Es gelingt ihnen, in das gesicherte Obergeschoss einzudringen und sie machen sich hemmungslos über alle Räume her, auf der Suche nach interessanten Informationen. Unter anderem räubern sie den Safe aus, klauen den Computer und diverse andere Dinge.

Eine spätere Untersuchung der Beute und Spuren liefert folgende Informationen:

Den Unterlagen zufolge haben Karaoglu und Winterberg ein Konzept zur Einigung der ADL entwickelt. Der Tod Winterbergs bereitete dem jedoch ein Ende. Ob er den Plan alleine weiter verfolgt, ist nicht verzeichnet.

Eine Notiz zur Firma „Begensdorf“ in München (sie hatten mit einem Datajack zu tun, dass für Metas gefährlich war). Was Karaoglu damit hat, wird nicht klar.

Der Computer enthält keine Informationen.

Eine Kontaktaufnahme zu Tobias Albrecht verläuft im Sande; immerhin war er zuerst  Winterbergs Assistent und später sein Nachfolger und sollte, auch durch seine Treffen, etwas über den Plan wissen. Angeblich ist er verreist.

Per Kurier schicken wir die persönlichen Gegenstände an Karaoglu zurück (dort herrscht schon große Besorgnis) und übergeben den Rest an unseren Auftraggeber, der wohl recht zufrieden scheint. Im Gegensatz zu mir - ich weiß mal wieder nicht, was hier nun abgegangen ist. Aber immerhin habe ich die kleine Anne mal wieder getroffen; als Dank für ihre Hilfe habe ich sie zu einem Kurztrip auf die Balearen eingeladen. Man gönnt sich ja sonst nichts.


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