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... Zanny beobachtete derweil schockiert wie das Blut sich mit dem Regen vermischte. Tropfen für Tropfen. Sie konnte einfach nicht verstehen was geschehen war. Und es interessierte sie nicht. Völlig in sich zusammengesunken saß sie an die Hauswand gelegt und bemerkte nicht einmal das kalte Wasser, daß ihr in die Jacke rann. "Hoi! Zanny!!!" Immer lauter rief eine Stimme ihren Namen. "Was ist? Hörst Du mich nicht?!" Nein, sie wollte nichts und niemanden hören, doch das ließ sich scheinbar nicht vermeiden. Irgendwer fing sie an zu schütteln. "Hör auf Du Drekhead, mir wird schlecht!!". Empört besah sie sich den Störenfried nun doch und langsam klärte sich ihr Blick. "Robin! Was machst Du denn hier?!" Er mußte wohl irgendwas geantwortet haben, doch Zanny hatte nichts verstanden. Denn neben Robin stand ein großgewachsener, ihr unbekannter Elf mit einem Deck in der Hand und sah sie neugierig an. "Hallo!! Hörst Du mir überhaupt zu?" Ihr Bruder stieß einen Fluch aus und zog sie auf die Beine. "Also noch einmal", sagte er in dem schulmeisterlichen Ton von dem er wußte, daß sie ihn am Meisten haßte und fuhr fort. "Ich bin durch die ganze Stadt gelaufen und habe Dich gesucht. Rem hatte Dich zu Deinem Glück in der Nähe rumschleichen sehen. Und wie es aussieht, sind wir ja genau rechtzeitig gekommen." Ein breites Grinsen schlich sich nun in sein Gesicht und unbewußt fuhr er mit der linken Hand über seinen rechten Arm. Zanny folgte seinem Blick und bekam große Augen. "Was ist denn mit Deinem Arm passiert? Verdammter Mistkerl!" Wütend hämmerte sie gegen seine Brust. "Du hast gesagt wir haben keine Creds mehr. Wie zum Teufel konntest Du es Dir leisten, Dir Deinen Arm austauschen lassen??" Wieder musterte sie seinen Arm, diesmal neugierig. Sie beugte sich runter um ihn genauer zu betrachten, als Rem sich einmischte. "Ich freue mich ja sehr, daß der Kleinen nichts passiert ist", wand er sich an Robin, "doch wenn wir nicht bald die Kurve kratzen, bekommen wir mächtig Ärger. Die Gang der beiden Schwachköpfe müßte bald hier auftauchen." "Na das ist ja echt Sahne!" Robin rempelte ärgerlich seine Schwester an. "Wegen Deinem Geplapper sind wir total hinterher. Nichts wie weg!" Jedes Wort der beiden steigerte Zanny’s Wut. Kleine? Geplapper? Das durfte wohl nicht wahr sein. Was zur Hölle bildeten sich diese Idioten eigentlich ein? Empört klappte sie den Mund auf um einen entsprechenden Kommentar los zu lassen, als sie lautes Wutgeheul hörte. Erschrocken klappte sie den Mund wieder zu. Das Reden übernahm auch prompt der Elf. "Verdammter Mist, nun ist die Kacke wirklich am dampfen!" Entschlossen packte er sie an der Jacke und zog sie um die nächste Straßenecke. Ihr Bruder folgte stehenden Fußes. Die drehten sich um und bemerkten die ersten Verfolger. Wild schreiend rannten sie ihnen nach und zogen ihre Waffen. "Rennt nur", höhnen sie, "euch machen wir eh kalt!" Wieder begleitete lautes Wutgeheul die Worte. Hastig sahen sich Zanny, Robin und Rem nach geeigneten Fluchtmöglichkeiten um, denn diese Straße würde bald in einer Sackgasse enden. Und zwar in Form einer hohen Mauer. Doch es war zu spät. Die Verfolger waren schon zu nah. Langsamen Schrittes folgten sie ihnen inzwischen, denn es gab kein Entkommen mehr. Gröhlend stapften sie näher und fuchtelten mit ihren Waffen. Kampflos würde sich hier niemand gecken lassen, das war klar. Beide Seiten standen sich nun in der Gasse gegenüber. Eingetrocknetes und frisches Blut an den Wänden war Zeugnis dafür, daß hier öfter blutige Kämpfe stattfanden. Doch wen zur Hölle interessierte das schon. Grinsend zogen die Squatter einen immer engeren Kreis um die drei, als plötzlich der Anfänger anfing zu brennen. Einfach so. Schreiend warf er sich auf den Boden und wälzte sich hin und her. Seine Chummer rannten zu ihm, um ihm zu helfen. Ihre Gegner sahen sich kurz an und halfen sich dann gegenseitig auf die Mauer. Robin und Rem sprangen zuerst auf der anderen Seite runter um sich kurz umzusehen. Zanny nutzte die Gelegenheit um sich kurz nach den Squattern umzublicken. Die lagen inzwischen fast alle auf dem Boden und versuchten das Feuer in ihren Klamotten zu ersticken. Ein Stück von ihnen schwebte ein Magier und beobachtete kalt lächelnd ihre Qual. Dann hob er den Blick und sah Zanny an. Er schien sie mit den Augen zu durchbohren.. Sie versuchte sich abzuwenden, doch war sie wie hypnotisiert. "Zanny! Komm sofort da runter, sonst komme ich Dich holen! Und dann meine Kleine, wirst Du Dein blaues Wunder erleben! Runter da!!" Verwirrt drehte sie sich um und sprang. Noch während sie sich von der Mauer abstieß und sprang, spürte sie seine Blicke im Rücken. Irgendwie kam er ihr bekannt vor oder vertraut... |